Amsterdam mit Hund

Amsterdam mit Hund

Abwechslungsreiches Amsterdam: Die Bloggerin Nina Radman von berriesandpassion.com erkundet gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Begleiter Tobi Amsterdam. In einem persönlichen Travelguide für flylevel.blog teilt sie ihre Lieblingsorte und Tipps, um den perfekten Aufenthalt mit Hund in der niederländische Hauptstadt zu erleben.

Gutes Essen, die Grachten, viele coole Second Hand Läden und den besten Apfelkuchen der Welt – Amsterdam gehört definitiv zu meinen absoluten Lieblingsstädten und in ca. 1 Stunde 40min ist man von Wien ganz schnell in dieser wunderschönen Metropole. Ich war mittlerweile zum sechsten Mal in Amsterdam, nur dieses Mal war es irgendwie ein ganz besonderer Besuch, denn mein kleiner Hund Tobi durfte mich begleiten. Es freut mich immer, wenn ich in diese tolle Stadt zurückkehren kann, aber noch schöner ist es, wenn mein kleiner vierbeiniger Freund mich begleitet und mit mir Amsterdam unsicher macht.

Die Anreise – von Wien mit LEVEL nach Amsterdam

Das Reisen mit Hund benötigt zwar einige Vorbereitungen, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus und der Flug mit LEVEL war nicht nur völlig unkompliziert, sondern auch für mich als auch meinen Hund Tobi sehr entspannt. Da Tobi schon einige Male geflogen ist, war ich schon etwas erprobt – ein kurzer Kontrollbesuch beim Tierarzt, einmal schnell auf die Waage und die Flugtasche vom Dachboden geholt. Tobi ist ein kleiner Jack Russell mit nur 7 Kilo und ist somit für die Kabine zugelassen. Das Tier muss vorher einfach nur angemeldet werden und schon steht einem gemeinsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Alle Infos zu Gewicht und Größe findet ihr ich auch auf der Homepage von LEVEL.

Damit Tobi die Zeit am Flughafen und auch den Flug problemlos und ohne Missgeschicke übersteht sind wir am Morgen noch eine große Runde gegangen. Am Flughafen angekommen ging es dann auch gleich zum LEVEL Schalter wo wir nicht nur unsere Koffer abgegeben, sondern auch Tobi und uns eingecheckt haben. Es wurde ein Blick in Tobi’s Europapass (der Impfpass) geworfen, Streicheleinheiten verteilt und dann ging es auch schon weiter zum Sicherheitscheck. Wenn man mit Hund verreist wird man, nachdem man selber durch die Sicherheitskontrolle gegangen ist, zu einem ruhigen Bereich gebeten, wo auch der Vierbeiner mit einem Leckerli durch die Kontrolle gelockt wird. Das Ganze dauert meist nicht wirklich länger und ist auch kein Stress für den Hund. Bis zum Boarding durfte Tobi mit uns noch am Flughafen spazieren gehen, bevor er dann beim Einsteigen in den Flieger in seine Tasche musste.

Die Tasche wird zwischen den Beinen platziert und sollte während dem Flug geschlossen bleiben. Wenn man sie der Länge nach hinstellt, hat sowohl der Hund als auch man selbst noch genügend Platz. Tobi ist am Flughafen meistens so sehr damit beschäftigt jeden zu begrüßen, dass er im Flieger sofort schläft. Auch dieses Mal hat er noch kurz mit seinem Ball gespielt und dann eigentlich den kompletten Flug verschlafen. Der Flug mit LEVEL war sowohl für uns als auch für Tobi sehr entspannt. Ja und so konnte das Abenteuer Amsterdam sofort starten und ich war schon sehr gespannt wie hundefreundlich diese Stadt sein wird.

Tag 1 (Ankunft um 15:30)

Vom Flughafen ging es gleich mit dem Uber in die Stadt, was sich zu Beginn als nicht so einfach herausstellte, denn die meisten Fahrer haben die Fahrt sofort storniert als sie die Anmerkung mit dem Hund sahen. Beim 4 Anlauf klappte es aber und in 30 Minuten waren wir auch schon im Stadtzentrum, wo auch unser Hotel lag. Das Boutique Hotel View ist ein unglaublich süßes Hotel. Die Zimmer sind zwar sehr klein, aber die freundlichen Angestellten und die Lage waren nicht zu toppen. Da wir mit Sonnenschein begrüßt wurden, beschlossen wir das schöne Wetter auszunutzen und noch eine Runde mit dem Rad durch die Stadt zu drehen. Doch zuerst stand eine Runde Ball spielen mit Tobi im Vondelpark am Programm. Ein wirklich wunderschöner großer Park, in dem auch Hunde willkommen sind und Tobi hat sich dort sichtlich wohl gefühlt. Danach ging es weiter zum Radverleih, wo wir uns ein Cargo-Bike und ein normales City-Bike ausliehen und ein bisschen die Gegend erkundeten. Als Belohnung und auch Begrüßung ging es gleich zu Winkel43, ein Café wo man einfach hin muss wenn man in Amsterdam ist, denn dort gibt es den besten Apfelkuchen der Welt.

Also wurden die letzten Sonnenstrahlen mit einem frischen Minztee und einem Stück Kuchen genossen. Was mir besonders gut an dieser Stadt gefällt ist, dass die Leute immer draußen sitzen, egal wie kalt es ist. Danach ging es noch einmal quer durch die Stadt und zum Abendessen in die Vegan Junk Food Bar, wo wir uns einen leckeren Burger gönnten.
Tobi wurde in der Zwischenzeit von unserem sehr freundlichen Kellner bespaßt und ich glaube er hat sich schon nach wenigen Stunden in Amsterdam sichtlich wohl gefühlt.

Tag 2

Ausgeschlafen machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Frühstückslocation und da der Wettergott auf unserer Seite war und es nicht regnete, beschlossen wir zu Fuß zu gehen. Unser knurrender Bauch führte uns ins Pluk, einem wirklich sehr netten Frühstückslokal inkl. Pop-Up Store im Zentrum von Amsterdam. Besonders zu empfehlen sind die vielen Kuchen und auch das Rote Bete Brot.

Gestärkt ging es dann weiter Richtung Anne Frank Haus, wo wir beschlossen eine Grachtenfahrt zu machen. Wir entschieden uns für den Anbieter Flagship, denn es handelt sich hierbei um kleine Boote mit Bar und sie hatten nicht so den typischen Touri-Flair. Außerdem war Tobi auch herzlich willkommen. Mit seinem Ball im Mund, betrat er das Boot und entdeckte mit uns Amsterdam vom Boot aus. Die Crew an Board erzählte uns sehr viele spannende Dinge über die Stadt und als Tobi seinen Ball in den Grachten verlor, versuchten sie alles um ihn wieder zu finden. Eine wirklich nette Bootsfahrt, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Normalerweise sind die Boote auch nicht überdacht, was super nett ist. Bei uns fing es leider etwas an zu regnen, weshalb wir die Seitenteile schließen mussten. Trotzdem haben wir die Fahrt sehr genossen.

Danach ging es weiter zu den Nine Straatjes, wo man viele kleine coole Stores und auch Vintage Läden findet. Amsterdam ist das Shoppingparadies schlechthin und wer auf Second Hand Mode setzt, wird hier auf jeden Fall fündig. Nach unserer Shoppingtour und einer kurzen Pause im Hotel ging es nochmals für einen kleinen Spaziergang hinaus. Dieses Mal aber gewappnet mit Regenjacken. Nach einem Spaziergang durch die Nachbarschaft, gönnten wir uns im Café George einen kleinen Snack und ließen den Abend mit einem Gläschen Wein ausklingen.

Tag 3

Unseren dritten und letzten Tag in Amsterdam starteten wir natürlich mit einem Frühstück und zwar ging es für uns in das Brunchlokal Staring at Jacobs. Da der Regen wieder nachgelassen hatte, beschlossen wir wieder zu Fuß zu gehen und vorher einen Sprung beim Rijksmuseum vorbeizuschauen. Da ich dieses schon bei meinem letzten Besuch gesehen hatte und Tobi natürlich nicht in Museen darf, genossen wir den Ausblick von draußen bevor es weiter zu unserem eigentlichen Ziel ging, dem Frühstück.

Das Staring at Jacobs ist ein wirklich gemütliches süßes Brunchlokal, mit einer kleinen übersichtlichen Karte und unheimlich freundlichen Personal. Auch hier hatte Tobi binnen Sekunde eine Wasserschüssel und bekam seine Streicheleinheiten. Wir entschieden uns für den veganen und vegetarischen Brunch – beide wirklich sehr empfehlenswert. Danach ging es einmal quer durch die Stadt bis zum Hafen. Wir waren gewiss 2 bis 3 Stunden, mit Zwischenstopp im Hundegeschäft um Tobi einen neuen Ball zu kaufen, unterwegs. Mit einem leckeren Juice von the Juice lab ausgestattet ging es auf die kostenlose Fähre Richtung NDSM. Die Amsterdam Werft, die auch für Veranstaltungen wie z.B. Festivals genutzt wird ist wirklich ein Besuch wert. Hier treffen sich die kreativen der Stadt und zwischen den ganzen Graffitis hat man irgendwie das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Wir schlenderten durch die großen Hallen dieser alten Schiffswerft und begutachteten die Kunststücke der dort schaffenden Künstler. Zum Abschluss ging es noch ins Noorderlicht Café das direkt am Wasser gelegen ist, wo wir uns mit einem heißen Minztee aufwärmten und den Blick auf die Stadt genossen. Mit einer originalen Amsterdamer Snack-Platte bestehend aus Käse und Bitterballen ließen wir den Abend ausklingen, bevor es mit der Fähre wieder retour ins Zentrum ging.

Tag 4 Bye Bye Amsterdam

Am nächsten Morgen hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen und so ging es mit dem Taxi zum Flughafen, wo uns LEVEL mit schönen Erinnerungen im Gepäck wieder nach Wien brachte. Die Tage in Amsterdam waren wieder unheimlich schön und auch Tobi hat unseren kleinen Ausflug sehr genossen. Eine Stadt die sich definitiv auch sehr gut mit dem Vierbeiner erkunden lässt.

 

© Bild & Text: Nina Radman/@berriesandpassion