Moin Hamburg

Moin Hamburg

Authentisches Hamburg: ein Guide mit den Klassikern Hamburgs, sowie Insidertipps von der Bloggerin Beatrix Treml von amigaprincess.com, die mit LEVEL die Hansestadt erkunden hat.

Im Hohen Norden Deutschlands liegt das „Tor zur Welt“. So wird die Hansestadt oft bezeichnet. Denn Hamburg war bereits im 12. Jahrhundert der wichtigste Umschlagplatz zwischen Nord- und Ostsee. Hier treffen auch heute noch Schiffe aus aller Welt ein. Es ist aber nicht nur die Geschichte, die Hamburg interessant macht. Vielmehr sind es die vielen Kontraste. Versifft und elegant. Ursprünglich und modern. Frech und traditionell. Wir haben das Nordlicht unter den deutschen Städten erkundet und neben den altbewährten Klassikern auch einige Neuentdeckungen besucht.

Anreise nach Hamburg

Seit April 2019 fliegt LEVEL sechsmal pro Woche von Wien aus den Hamburger Flughafen an. Dieser befindet sich etwa 8km nördlich der Stadt. Vom Flughafen gelangt man mit der Linie S1 der S-Bahn problemlos und schnell ins Zentrum.

Hamburg entdecken

Das typische Programm eines Hamburg-Besuches umfasst neben dem Hamburger Hafen, einen Spaziergang durch die Innenstadt und einen Absacker auf der Reeperbahn, sowie eventuell einen Abend im Musical. Hamburg hat aber so viel mehr zu bieten als das. Das Ansteuern von weniger bekannten Orten abseits der Touristenmassen ist daher wirklich zu empfehlen. Die richtige Mischung aus Klassikern und Insider-Tipps machen den Aufenthalt in der Hansestadt zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Hamburg: Klassiker und Insider-Tipps

Hafenrundfahrt

Ein Besuch in Hamburg ohne die Besichtigung des Hafens ist nur eine halbe Sache. Den besten Überblick bekommt man bei einer Hafenrundfahrt entlang der Elbe und durch die Speicherstadt. Es gibt verschiedene Anbieter, die alle an den Landungsbrücken zu finden sind.

Wer eine Tour ohne Guide möchte, der steigt einfach auf die HVV Fähren. Auch damit fährt man an den Docks bei Blohm + Voss, den Beachclubs, dem Museumshafen von Övelgönne und der imposanten alten Lotsenstation mit der markanten Uhr vorbei. Man kann vom Schiff aus ein paar der kleinen Häuschchen von Blankenese sehen und auch den Menschen am Elbstrand zuwinken. Die Speicherstadt muss dann allerdings zu Fuß erkundet werden – was generell ratsam ist.

Speicherstadt

Seit Juli 2015 zählt die 1888 erbaute Speicherstadt als Weltkulturerbe. Das beliebteste Fotomotiv Hamburgs ist das größte Lagerhausensemble der Welt. Früher dienten die Gebäude als Lagerhallen für Tee, Kaffee und Gewürze, heute werden sie als Büroräume und Museen genutzt. Ganz im Kontrast dazu steht die angrenzende moderne Hafencity mit dem neuen Wahrzeichen der Stadt, die Elphi.

 

Elbphilharmonie

Bei einem Spaziergang in der Hafencity kommt man um einen Besuch der Elbphilharmonie nicht herum. Jahrelang wurde an der Elphi gebaut und gewerkelt. Nun steht sie und hält einige tolle Konzerte und Veranstaltungen bereit. Der Zugang auf die Panorama-Terrasse „Plaza“ ist sehr empfehlenswert und sogar kostenlos. Bei Regenwetter ist auch Zeit für eine umfassende Führung.

Landungsbrücken

Die Landungsbrücken sind nach dem Hafen einer der wichtigsten Sightseeing Spots in Hamburg. Die Brücken sind der Reihe nach durchnummeriert. Viele kleine Restaurants und Cafés haben sich hier niedergelassen und laden zum beobachten und verweilen ein. Besonders bekannt ist die Brücke 10 für das wohl berühmteste Krabben-Brötchen des deutschen Nordens.

Hamburger Fischmarkt

Apropos Krabben. Der Hamburger Fischmarkt ist Kult und jeder sollte ihn einmal besucht haben. Der legendäre Markt am Sonntagmorgen lockt nicht nur Touristen, sondern auch die Nachteulen der Reeperbahn an. Fisch steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt des Marktes. Auf Hamburgs ältestem Markt wird mittlerweile mit so ziemlich allem gehandelt, was sich verkaufen lässt – und das lautstark. Diese Atmosphäre muss man erlebt haben. Vor den Wagen der Händler sammeln sich Menschentrauben, wenn sich z.B. Aale-Dieter oder der Holländische Blumenkönig die Händler-Seele aus dem Leib schreien.

Tipp für alle die nicht so lange feiern oder so früh aus den Federn können: Es ist völlig ausreichend den Fischmarkt auch erst gegen 8 Uhr zu besuchen.

Jungfernstieg

Der Jungfernstieg ist eine Straße am südlichen Ufer der Binnenalster und auf jeden Fall einen Besuch wert. Die historische Flaniermeile ist Dreh- und Angelpunkt im Zentrum der Hansestadt. Gänsemarkt, Neuer Wall und das Rathaus sind gleich ums Eck und ebenfalls sehenswert.

Schanzen-Shopping und Karoviertel

Zwei der hipsten Viertel dürfen bei einem Aufenthalt in der Hansestadt natürlich nicht fehlen. Das Karoviertel und die Sternschanze. Beide Stadtteile sind ein kleines Shopping-Paradies und beherbergen zahlreiche Designer- und Concept-Stores, sowie viele niedliche Cafés und Bars – und Graffiti so weit das Auge reicht. Hier bleibt keine Mauer frei.

Geheimtipp: Isemarkt

Wochentags findet zwischen den U-Bahnstationen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum Europas längster Freiluftmarkt statt. Der Isemarkt wird überdacht von der Hochbahntrasse der U3 und ist daher auch bei Schlechtwetter ein guter Tipp. Von Croissants, über Schinken und Bergkäse bis hin zu Obst und Gemüse bekommt man hier alles. Fast einen Kilometer lang flaniert und probiert man sich durch den betörenden Aromagarten.

Spaziergang durch Eppendorf

Den Besuch des Isemarktes kann man perfekt mit einem Spaziergang durch Eppendorf verbinden. Vorbei an imposanten Gründerzeit-Häuserzeilen und über die Alsterkanäle erlebt man das etwas andere Hamburg. Eppendorf bietet einen Mix aus schöner Architektur und viel Grün.

Tipps bei Schietwetter

In Hamburg regnet es nicht häufiger als anderswo. Dennoch assoziiert man die Stadt automatisch mit Regenwetter, oder Schietwetter wie es die Nordlichter nennen. Das Wetter in Hamburg ist zwar viel besser als sein Ruf, aber Regentage gibt es trotzdem zu Genüge. Kein Grund sich im Hotelzimmer zu verkriechen. Diese Sightseeing-Spots sind auch bei Regen kein Bisschen weniger schön.

Alter Elbtunnel

Wer genug vom Regen hat, kann in Hamburg auch einfach mal von der Oberfläche verschwinden. An den Landungsbrücken St. Pauli befindet sich ein Fahrstuhl, der die Besucher 24 Meter in die Tiefe in den alten Elbtunnel befördert. Dieser ist für Fußgänger und Radfahrer immer geöffnet und kostenfrei. Egal ob Sommer oder Winter, Regen oder Sonnenschein – hier ist es immer kalt, aber trocken. Nach 426 Metern erreicht man das andere Elbufer und hat einen ganz anderen Blick auf den Hamburger Hafen. Der Besuch lohnt sich!

Schaugewächshäuser Planten & Blomen

Die großzügige Parkanlage Planten & Blomen ist nicht nur bei Schönwetter einen Besuch wert. Ursprünglich wurde das Areal für die Gartenausstellung angelegt und umfasst eine beeindruckende Pflanzenvielfalt, zahlreiche Bänke und Stühle und eben auch die Schaugewächshäuser. Auf 2.800m2 sind hier Pflanzen aus den verschiedenen Klimazonen der Erde – vom tropischen Dschungel bis zur Wüste – zu sehen. Ein Rundgang führt durch fünf unterschiedlich temperierte und mit Glastüren voneinander getrennte Häuser, die sich jeweils einer bestimmten Pflanzenart oder einem Lebensraum widmen. Hier kann die Zeit schon mal schnell vergehen und auch der Regen hinter sich gelassen werden. Der Eintritt ist übrigens frei und auch für Nicht-Botaniker sehenswert.

Für die kleine Pause zwischendurch habe ich gleich zwei besondere Tipps. Natürlich sind in Hamburg viele kleine Cafés zu finden. Für ein besonderes Erlebnis sorgen aber die Speicherstadt Kaffeerösterei und das Meßmer Momentum – beides sind kleine Erlebniswelten. Also egal ob Kaffeetante oder Tee-Liebhaber, in der Speicherstadt wird jeder gleichermaßen fündig und erhält Einblicke in die Geschichte des Tees und Kaffees. Zudem gibt es natürlich ein umfangreiches Sortiment zum Verkosten.

©Bild & Text Beatrix Treml/ @amigaprincess